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Franchise: Fragen und Antworten

Was sind die Merkmale von Franchise-Systemen?


Franchise-Systeme weisen als Kooperative, arbeitsteilige und straffe Vertriebssysteme mit vertikaler Struktur folgende Merkmale auf:

1. Franchise-Systeme sind Absatzsysteme

Ein Franchise-Absatzsystem besteht aus dezentralen Vertriebsstellen, d.h., nicht der Franchise-Geber reguliert den Vertrieb, sondern die jeweiligen Franchise-Nehmer vor Ort. Dadurch wird eine systematische Potentialausschöpfung ermöglicht, denn der Franchise-Nehmer kennt die Nachfrage ins einem Gebiet am Besten. Der Vertrieb wir von Standort zu Standort gesteuert, die Marktmasse bleibt flexibel.

2. Leistungsbeitrag des Franchise-Gebers

Der Leistungsbeitrag des Franchise-Gebers umfasst den Betriebsaufbau, das Erstellen von Absatz-, Beschaffungs- und Organisationskonzepten sowie die Ausbildung der Partner und deren ständige aktive Unterstützung, somit wird das System ständig weiterentwickelt.

3. Leistungsbeitrag des Franchise-Nehmers

Der Leistungsbeitrag des Franchise-Nehmers besteht aus seinem Arbeits- und Kapitaleinsatz sowie den Erfolgs- und Marktinformationen, die er der Franchise-Zentrale übermittelt und die von dieser ausgewertet werden

4. Rechtlicher Status

Franchise-Geber und Franchise-Nehmer sind beide selbständige Unternehmer, die in eigenem Namen und auf eigene Rechnung arbeiten. Der Franchise-Geber hat dabei richtlinienähnliche Kompetenzen, die es ihm ermöglichen, systemkonformes Verhalten durchzusetzen. Dies berührt nicht die Selbständigkeit des Franchise-Nehmers.

5. Straffe Organisation

Franchise-Systeme haben eine vertikale Struktur, d.h., ein bewährtes Geschäftskonzept wird vom Franchise-Geber erstellt und dem Franchise-Nehmer überlassen, dadurch wird dessen unternehmerischer Erfolg gesichert. Somit ist eine faire Erfolgsbeteiligung für Franchise-Nehmer und Franchise-Geber gewährleistet. Zum Anderen besteht eine komplementäre Arbeitsteilung, dies ermöglicht eine gruppeninterne Spezialisierung: Jeder tut das, was er am Besten kann.

6. Einheitliches Auftreten

Durch das einheitliche Auftreten des Systems wird nicht nur das Gesamterscheinungsbild gestärkt, sondern auch die Marke bzw. der Name des Systems auf dem Markt. So wird auch der Bekanntheitsgrad unter den Verbrauchern gesteigert. Das einheitliche Auftreten und das gemeinsame Image machen Franchise-Systeme erfolgreich, ausserdem wird so das Vertrauensverhältnis zwischen Franchise-Geber und Franchise-Nehmer gestärkt.

7. Markenspezifische und vertragsrechtliche Bindung der Partner

Die vertragsrechtliche Bindung der Partner richtet sich grundsätzlich auf eine längerfristige Zusammenarbeit aus. Diese Dauerhaftigkeit gewährleistet einerseits den  Schutz des Franchise-Nehmers und Franchise-Gebers vor einer kurzfristigen ordentlichen Kündigung, die in den meisten Fällen gerade für den Franchise-Nehmer den Entzug der Existenzgrundlage bedeutet (während der gesamten Laufzeit ist für beide Seiten nur eine fristlose Kündigung aus wichtigem Grund möglich). Andererseits ermöglicht die lange Vertragslaufzeit dem Franchise-Geber die längerfristige Planung des gesamten Systems und dem Franchise-Nehmer die nachhaltige Existenzsicherung sowie die Rückgewinnung seines Kapitaleinsatzes. Schliesslich dient der mit dem Franchise-Geber abzustimmende Verkauf seines Unternehmens dem Franchise-Geber als Altersvorsorge, wodurch er den Firmenwert realisiert oder entsprechend neues Investitionskapital für eine andere Geschäftsidee erhält.




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