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19.06.15

Preisentwicklungen für Franchisenehmer: Aktuelle Veränderungen beachten


Die Verbraucherpreise fallen und steigen – eine Dynamik, von der auch Franchisenehmer entweder profitieren oder unter der sie zu leiden haben. Steigen die Verbraucherpreise wie aktuell, dann sind zuvor bereits auch die Einkaufspreise gestiegen. Doch was passiert, wenn die Einkaufspreise steigen oder fallen? Franchisenehmer sollten Erzeugerpreise ebenso im Blick haben wie die Verbraucherpreise, um für ihr Geschäft die richtigen Schlüsse zu ziehen.

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Nach Monaten der fallenden Verbraucherpreise ziehen diese wieder leicht an. Wie das Statistische Bundesamt in seiner Pressemitteilung erklärte, stieg die Inflationsrate im Mai um 0,7 Prozent – ein Aufwärtstrend, der seit Februar anhält. Einen weiteren Anstieg verhinderten nur die weiter niedrigen Mineralölpreise, die gegenüber Mai 2014 um 8,8 Prozent geringer ausfielen. Im Vergleich zum direkten Vormonat stiegen die Preise um 0,1 Prozent. Richard Glöß vom internationalen Finanzdienstleister City Index sieht darin nur den Beginn eines dauerhaften Trends: „Der Preisanstieg beim Verbraucher war nur der Anfang und es gingen bereits steigende Einkaufspreise voraus. Die Euroabwertung, die starke Inlandsnachfrage durch die steigenden Löhne und die EU-Krise sorgen für Kaufkraft auf der einen und Unsicherheit auf der anderen Seite. Die Folge: Die Ressourcen werden teurer." Glöß weiter: „Die Inflation bleibt aber immer noch vergleichsweise niedrig, während der höchste reale Einkommenszuwachs der letzten Jahre zu verzeichnen ist. Gute Nachrichten also für den Handel, der mehr absetzt, und für den Verbraucher, der sich mehr leisten kann. Langfristig werden die Preise daher wahrscheinlich wieder etwas anziehen".

Für Franchisenehmer bedeutet das ebenfalls mehr Umsatz. Je nach Branche, Region und Geschäftssituation können Franchisenehmer nun die Preise entsprechend anpassen. Von dem Verbot einer Preisbindung durch den Franchisegeber sollten viele daher jetzt Gebrauch machen. Die Preissteigerungen sind moderat, und der Verbraucher verfügt über entsprechende finanzielle Ressourcen. Aufpassen müssen sie nur beim Warenbezug. Wenn der Franchisegeber vorher Einkaufsrabatte und andere Preisvorteile immer weitergereicht hat, dann fallen diese jetzt merklich geringer aus. Allein deshalb ist auch für Franchisenehmer eine Preisanpassung besonders in den preissensiblen Branchen wie Nahrung unumgänglich. Nahrungsmittel allein trugen 1,4 Prozent zur Gesamtteuerung bei, Gemüse (+9 Prozent) und Obst (+5,6 Prozent) landeten noch vor Süßigkeiten (+3,5 Prozent). Da es aber für den Franchisegeber keine Verpflichtung gibt, diese Vorteile weiterzureichen, muss der Preisunterschied im Einkauf nicht so deutlich ausfallen. Die Erzeugerpreise sind entgegen den Verbraucherpreisen im EU-Raum bis zuletzt leicht gesunken. Solche Preisentwicklungen sollten auch Franchisenehmer trotz und wegen vertraglich bei ihnen besonders weit gefasster Vereinbarungen stets genau verfolgen und in die langfristigen Planungen mit einbeziehen.



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